Kohlgemüse

Es muss nicht immer Chia, Goji, Quinoa, Amaranth, Acai oder Camu-Camu sein! Es gibt heimische Alternativen. Eine davon ist Wirsingkohl. Das neue Superfood wächst das ganze Jahr über direkt vor deiner Haustür - auch im Winter! Kohl ist ein wichtiger Energie- und Vitaminlieferant im Winter. Mit zwei Kohlgerichten in der Woche kommst du gesund durch die kalte Jahreszeit.


Superfood Kohl (Wirsing)


© Chris and me


Grünkohl ist reich an natürlichem Vitamin C (in ihm steckt doppelt so viel wie in Orangen), Vitamin E und K. Er enthält wichtige Spurenelemente, Nähr- und Mineralstoffen wie Magnesium, Eisen, pflanzliches Eiweiß, Phosphor, Flavonoide, Folsäure, Provitamin A, Kalium, Mangan, Senfölglykoside und Glucosinolat. In Kohl stecken auch viele bioaktive Substanzen, die sich extrem positiv auf deine Gesundheit auswirken. Vor allem Glucosinolat und Folsäure machen Wirsing besonders wertvoll. Sie stärken das Immunsystem. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe schützen vor Entzündungen im Magen-Darm-Trakt. Kohl unterstützt die Zellteilung und senkt den Blutdruck. Er liefert entzündungshemmende, antibakterielle und antioxydative Inhaltsstoffe. Mit dem enthaltenen Vitamin E bietet er zusätzlich Schutz vor freien Radikalen.

 



Besonders wertvoll ist er, wenn er nur kurz angebraten oder blanchiert wird. Dann hat er die höchste Vitamin- und Nährstoffdichte. Der Kohl muss noch leuchtend grün sein, wenn du ihn isst. Kohl ist darüber hinaus ein echter Schlankmacher. Kohl enthält kaum Kohlenhydrate und ist daher besonders gut für deinen Körper, deine Figur und deine Gesundheit.


Du kannst Wirsingkohl so richtig sexy machen. Wie, zeige ich dir bei meinen vielen Rezepten dazu!


 
 


Karfiol (Rosenkohl)



Ob Karfiol, Cauliflower oder Blumenkohl – dieses leckere Gemüse hat viele Namen. Karfiol gehört zur Familie der Kohlgemüse und hat daher auch im Herbst und Winter Saison, weil er relativ kälteunempfindlich ist. Der weiße Kopf steckt voller wertvoller Nährstoffe. Karfiol ist reich an Kalium und trägt damit zu einem ausgeglichenen Mineralhaushalt in deinem Körper bei. Er enthält aber auch reichlich Folsäure und sekundäre Pflanzenstoffe wie Senföle (Glucosinolate, Isothiocyanate, Indole, Indol-3-Carbinol [I3C], Sulforaphan). Sekundäre Pflanzenstoffe haben eine schützende Wirkung für unseren Körper. Sie wirken gegen Bakterien und schützen auch davor, an bestimmten Krebsarten zu erkranken. Sie können die Entstehung von Karzinogenen hemmen. Glucosinolate haben eine antioxydative Wirkung und sind in der Lage schädlich wirkendes Aflatoxin (Mykotoxin) zu beseitigen.

 
 

Weißer Karfiol - so vielseitig, so gesund!


Blumenkohl ist aber nicht nur äußerst gesund, sondern schmeckt auch total lecker, wenn er richtig und gut zubereitet wird.

Karfiol kann sowohl gekocht, als auch roh gegessen werden. Die dunklen, großen Außenblätter sind ungenießbar, die zarten hellgrünen Blätter direkt um den weißen Kopf allerdingst essbar und verleihen dem Karfiol eine ganz besonders würzige Note, wenn sie in Gerichte integriert werden. Sie schmecken aber nicht nur gut, sondern enthalten darüber hinaus reichlich Mineralstoffe, die dein Körper benötigt, um gesund und vital zu bleiben - gerade in der kalten Jahreszeit.

Im Herbst und Winter bekommst du „Winterkarfiol“ mit ganz besonders vielen zarten Blättern.

 

Mit nur fünf Zutaten (Winterkarfiol, Butter, Wasser, Salz und Pfeffer) hast du in wenigen Minuten eine total leckere und gesunde hellgrüne Winterkarfiolsuppe frisch auf deinem Tisch. 



Der zarte Winterkarfiol kocht ganz alleine, ist in wenigen Minuten weich und du brauchst, wenn er fertig gekocht ist, nur etwas vom Kochwasser ableeren, ein paar Karfiolblätter und Karfiolröschen heraus fischen und den Rest mit einem Stabmixer zu einer herrlich cremigen Suppe pürieren. Mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken, die beiseite gestellten Karfiolstück und -blätter wieder dazu geben, einmal umrühren und schon ist die Supper fertig.


 


Neben dem weißen Karfiol, den wir alle kennen, gibt es noch den lila und grünen Karfiol.

 

Lila Karfiol (Blumenkohl)


Lila Karfiol erhält seine Farbe vom wasserlöslichen Pflanzenfarbstoff Anthocyane, das auch Rotkraut (Rotkohl), Heidelbeeren und dunklen Trauben die typische Farbe verleiht. Beim Kochen färbt sich die Farbe in blauviolett. Da Anthocyane wasserlöslich ist, ist es wichtig, violetten Karfiol immer nur in wenig Salzwasser und so kurz als möglich zu kochen.


Violetter Blumenkohl macht deine Gerichte wunderbar raffiniert und exotisch.



Grüner Karfiol (Blumenkohl


Grüner Karfiol bekommt seine Farbe vom hohen Chlorophyll-Anteil.


Beide Karfiolsorten haben ihre Farbe von völlig natürlichen Inhaltsstoffen und sind äußerst gesund. Farbiger Karfiol enthält noch mehr gesundheitsförderliche Inhaltsstoffe als weißer und ist ein echter eyecatcher auf deinem Teller. Aber egal, welche Farbe Karfiol hat: er sollte immer in so wenig wie möglich Salzwasser so kurz als möglich gekocht werden. Karfiol ist nach fünf bis acht Minuten Kochzeit bereits so weich, dass du ihn zu einer herrlichen Suppe pürieren kannst.



 


Karfiol ist äußerst vielseitig und du kannst über das reine Kochen als Gemüsebeilage hinaus noch viele weitere Gerichte damit zaubern: Risotto, Püree, Suppe, Salat, Aufläufe, Lasagne, Reis, etc.


Karfiol ist ein echter Schlankmacher: er hat wenige Kalorien und ist besonders leicht. In der ketogenen Küche ersetzt du damit Reis und Kartoffelpüree und machst dir damit leckere Risotti, Lasagnen, Pürees, Gemüsereis, Pizzaboden und noch so vieles mehr.